Der Säure-Basen-Stoffwechsel

Der Stoffwechsel liefert uns die Energie, die wir zum Leben brauchen: zum Atmen, Denken, Verdauen und Wachsen. Für alle Aktivitäten und für die Lebensfreude.
Chemisch gesehen besteht der Stoffwechsel im Wesentlichen aus Reduktions-Oxidations-Reaktionen, oder kurz Redox-Reaktionen - chemischen Reaktionen bei denen ein Reaktionspartner Elektronen auf den anderen Reaktionspartner überträgt. Im Rahmen dieser Stoffwechselvorgänge ändert sich der pH-Wert. Dieser kann zwischen 1 - extrem sauer und 14 - extrem basisch - schwanken. Der Neutralwert ist pH 7.

Natürlich im Gleichgewicht

Die Natur hat es so eingerichtet, dass der menschliche Organismus die beste Blutzirkulation und Stoffwechselfunktion bei einem Blut-pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 hat. Das heißt, wir können in einem leicht alkalischen Milieu am besten leben.
Alle physiologischen Stoffwechselvorgänge, die dazu dienen, das Gleichgewicht in diesem Bereich zu erhalten, bilden den sogenannten Säure-Basen-Haushalt.

Was uns "sauer" macht

Wenn wir beispielsweise arbeiten, denken oder uns stressen, kann sich der pH-Wert in Richtung sauer verändern. Um gegenzusteuern hat der Organismus verschiedenen Kompensationsmechanismen. Zum Beispiel können wir Kohlendioxid über die Atmung abgeben, saure Valenzen über die Nieren ausscheiden oder Säuren über den Schweiß eliminieren.
Wird unser pH-System so stark belastet, dass die Kompensationsmechanismen nicht mehr ausreichen, beginnt unser Körper damit, die sauren Valenzen in der Leber, oder auch im Bindegewebe einzulagern. Das kann in der Folge unter anderem zu Cellulite führen. Wird die Kompensation weiter überbelastet, können sogar die Knochen entmineralisiert werden, was zu Osteoporose führen kann. Der Säure-Basen-Stoffwechsel umschreibt also die gesamte Komplexität der biochemischen Stoffwechselvorgänge, die den Körper im optimalen pH-Bereich halten.